Die «neuen Chefs»

Digitalisierung verlangt andere Chefs
NZZ-E-Paper, 28.03.2017, Giorgio V. Müller, auszugsweise:
Die neuen Führungskräfte brauchen viel technisches Fachwissen, Sozialkompetenz und Motivationsfähigkeit, aber diese Kompetenzen sind dünn gesäht. Führungskräfte die mit den Geschäftsmodellen der digitalisierten Ökonomie vertraut sind haben eine holistische Sicht der digitalen Möglichkeiten und kennen deren konkrete Wirkung.


Goran Basic, NZZ

CDO (Chief Digital Officer)
Der CDO einer Industriefirma sollte IT-Kenntnisse haben in der Verwaltung von Anwendungen («application portfolio management»), der Notwendigkeit von Allianzen und Auslagerungen (Outsourcing) und darin, wie man sie integriert. Das heisst, jemand aus dem Informatikbereich der sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und beweisen konnte, dass vertraute Geschäftsprozesse digitalisiert ebenfalls funktionieren. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass die eigene IT-Plattform nur bedingt zur Differenzierung taugt und intelligente Partnerschaften mit skalierbaren Plattformen im industriellen Internet der Dinge sinn- und wertvoll sind.

«Evangelisten» weniger geeignet
Entscheidend ist, was ein CDO in einer festgefahrenen Unternehmenskultur bewirken kann. Damit ein Unternehmen den digitalen Herausforderungen gewachsen ist, reicht es nicht, die fachlich hellsten Köpfe anzustellen, sogenannte «Fachidioten»: Evangelisten müssen deshalb beweisen, dass sie auch relevante, operativ machbare und schliesslich bezahlbare Lösungen entwickeln können.

Freude und Flexibilität
Alles digitale Fachwissen nützt jedoch wenig, wenn Sozialkompetenz und andere weiche Faktoren fehlen, eine Person muss zu den Werten des Unternehmens passen. Besser ist ein Vorleben in der Beratung als nur Ziele zu setzen und deren Erreichung zu überwachen. Firmen, die noch immer einen militärischen «Command-and-control-Stil» haben fällt es schwer, die besten Kräfte zu finden. Dazu braucht es Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Umfeld. Immer mehr Bedeutung wird deshalb der Kreativität und der Innovationskraft beigemessen. Das heisst zusätzlich zum nötigen Fachwissen, nicht nur ein MBA, sondern die Gabe aus Bestehendem neues Wissen zu generieren, mit kreativem Talent.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA SWB
Transformationsberatung
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